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Neurobiologie


Schlaf und Gehirn

Schlaf und Gehirn – Mit Zweieinhalb wird alles anders
Was passiert in unserem Gehirn während wir schlafen?
Ein US-Forschungsteam hat darauf jetzt eine Antwort. Sie haben herausgefunden,
warum wir schlafen: Bei Babys bildet sich die Hirnstruktur und ab dem Kleinkindalter
wird das Gehirn nur noch repariert. Und wie viel wir schlafen müssen, hängt auch
von unserer Größe ab - egal ob bei Mensch oder Tier: Wer klein ist, schläft länger!

Wenn wir länger nicht schlafen können oder dürfen, dann kann das bei uns Menschen
zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen führen. Und auch auf Säugetiere hat
Schlafentzug diesen negativen Effekt. Darüber gibt es unter Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern kaum mehr eine Diskussion. Doch warum der Schlaf
für unsere Gesunheit eigentlich so wichtig ist, wissen wir noch nicht so ganz genau.
Eine neue Studie eines Forschungsteams aus den USA liefert jetzt neue Antworten auf diese Frage.
Weiter


Wie Halluzinogene im Gehirn wirken

Drogen wie LSD und Psilocybin lösen starke Halluzinationen aus, können aber womöglich auch therapeutisch interessant sein. Bisher war wenig darüber bekannt, wie die Substanzen auf molekularer Ebene wirken. Nun haben Forscher herausgefunden, wie LSD und andere Halluzinogene an eine bestimmte Andockstelle im Gehirn binden, den Serotonin-Rezeptor 5-HT2A. Ihre Ergebnisse könnten dabei helfen, neue Wirkstoffe gegen psychische Erkrankungen zu entwickeln. Weiter


Innere Uhr von Frauen & Männern tickt verschieden

Chronotyp und Störungsanfälligkeit des Tag-Nacht-Rhythmus unterscheiden sich
Anderer Takt: Die inneren Uhren von Frauen und Männern sind nicht gleich –
es gibt subtile Geschlechtsunterschiede im Biorhythmus, wie nun eine Überblicksstudie
bestätigt. Demnach haben Frauen einen ausgeprägteren Tag-Nacht-Rhythmus und sind
morgens früher aktiv. Nachts haben sie dafür mehr Schwierigkeiten, kognitive Aufgaben
zu lösen. Männer reagieren dagegen stärker auf Schlafmangel und Jetlag –
unter anderem mit Heißhunger, wie Forscher in „Science“ berichten. Weiter


Sprachen lernen - Kinder nutzen beide Hirnhälften

Kinder nutzen beide Hirnhälften, um Sprache zu verarbeiten
Obwohl unsere beiden Hirnhälften von außen völlig identisch aussehen,
erfüllen sie unterschiedliche Funktionen. So werden bei den allermeisten Menschen
etwa in erste Linie Areale in der linken Hemisphäre aktiv, wenn es darum geht,
zu sprechen oder Sprache zu verarbeiten. Das gilt zumindest für Erwachsene.
Bei Kindern scheint diese Asymmetrie hingegen noch nicht so ausgeprägt zu sein,
wie ein Team um Elissa Newport vom Georgetown University Medical Cente
und dem MedStar National Rehabilitation Hospital in Washington nun
im Fachmagazin »PNAS« berichtet. Weiter


Gerald Hüther im Interview

Angstmacherei ist eine Unart unserer ganzen Gesellschaft
"Ich beobachte Phänomene in unserer Gesellschaft wie Angst, Liebe oder Demenz.
Dann tauche ich mit meinem Hintergrund als Gehirnforscher tief ein in die Problematik.
Indem ich meine Gedanken aufschreibe, ordne ich sie. Am Ende habe ich ein Manuskript
vor mir, das ich auch anderen zeigen kann. Ich bin kein Heilsbringer und kein
Weltverbesserer, aber ein Biologe, der sich bereits als Kind in die Vielfalt des Lebendigen
verliebt hat. Es ärgert mich, dass unsere Spezies im Begriff ist, diese zu ruinieren."
Weiter


Eckart Altenmüller: "Musik kann uns Sinn geben"

Seit 1994 leitet Eckart Altenmüller in Hannover das Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien.

Was passiert, wenn wir Musik hören? Welche Bilder entstehen dabei im Kopf?
Wann hören wir Musik? In welchen Situationen erinnern wir uns an bestimmte Musikstücke?
Eckart Altenmüller ist Professor für Neurologie und Musiker.
Die emotionale Musikverarbeitung gehört zu seinen Fachgebieten.
zum Interview


Neuronale Fitness - Wie lernt das Gehirn?

Es kursieren viele Neuromythen darüber, wie man sein Gehirn täglich fit machen kann.
Doch was ist dran an diesen Mythen? Wie lernt das Gehirn nun wirklich?
Antworten des Hirnforschers Martin Korte von der TU Braunschweig.
Zu Audiobeitrag


Nervenzellen mit Energie-Sparprogramm

Dank einer Stoffwechsel-Umstellung können diese Zellen trotz Schäden
an den Mitochondrien funktionstüchtig bleiben

Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen. Speziell Nervenzellen benötigen viel Energie
und sind deshalb besonders von diesen Organellen abhängig. Bei verschiedenen vererbten
aber auch alterungsbedingten neurodegenerativen Erkrankungen wie zum Beispiel Parkinson
können Schäden an den Mitochondrien auftreten. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts
für Biologie des Alterns in Köln und des Karolinska-Instituts in Stockholm haben nun entdeckt,
dass Nervenzellen anders als bisher gedacht ihren Stoffwechsel anpassen und somit Schäden
von den Mitochondrien abwenden können. Damit können sich diese wichtigen Zellen
vor dem Absterben schützen und weiter ihre Aufgaben im Gehirn erfüllen. Weiter


Jumping DNA Regulates Human Neurons

The human genome contains over 4.5 million sequences of DNA called “transposable
elements”, these virus-like entities that “jump” around and help regulate gene expression.
They do this by binding transcription factors, which are proteins that regulate the rate of
transcription of DNA to RNA, influencing gene expression in a broad range of biological events.
Read more


Wann sich Babys an Gelerntes erinnern - wann nicht

Wann sich Babys an Gelerntes erinnern und wann nicht
Wenn es darum geht, Gelerntes abzurufen, kommt es bei Babys auf die Stimmung an:
Was sie in ruhiger Stimmung gelernt haben, ist nicht mehr zugänglich, wenn sie aufgebracht sind und umgekehrt. Das hat eine Studie gezeigt, die Entwicklungspsychologinnen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) mit 96 Kindern im Alter von neun Monaten durchgeführt haben.
Weiter


Übergewicht stört die Hirndurchblutung

Negativer Effekt könnte das höhere Demenzrisiko von stark Übergewichtigen erklären
Gestörte Versorgung: Je höher der Body-Mass-Index ist, desto stärker leidet auch das Gehirn.
Denn die Durchblutung des Denkorgans nimmt mit zunehmendem Körpergewicht ab,
wie nun Hirnscans von mehr als 17.000 Testpersonen belegen. Diese Minderversorgung
des Gehirns könnte erklären, warum Menschen mit starkem Übergewicht ein deutlich höheres
Risiko für Alzheimer und andere Demenzerkrankungen haben. Weiter


Brain noise & unique signature of dream sleep

Brain noise contains unique signature of dream sleep
When we dream, our brains are filled with noisy electrical activity that looks nearly
identical to that of the awake brain.

But UC Berkeley researchers have pulled a signal out of the noise that uniquely defines
dreaming, or REM sleep, potentially making it easier to monitor people with sleep disorders,
as well as unconscious coma patients or those under anesthesia. Read more


Der Türsteher im Gehirn

Wie kann man sich in einem komplexen Umfeld wie der Stadt Wien orientieren?
Diesen Orientierungssinn verdanken wir dem "Global Positioning System" (GPS)
unseres Gehirns, dem Hippocampus. Um seine Funktionen besser zu verstehen,
analysierten Wissenschaftler im Institute of Science and Technology Austria (IST Austria)
einzelne Neurone dieses GPS in Mäusen. Dabei entdeckten sie, dass so genannte Körnerzellen
räumliche Informationen filtern und schärfen. Ihre Ergebnisse haben die Forscher vor kurzem
in Neuron veröffentlicht. Beitrag lesen [21 KB]


Your Brain Gets Bigger If You’re Anxious and . . .

Your Brain Gets Bigger If You’re Anxious and Depressed
Depression and anxiety have a profound effect on brain areas associated
with memory and emotional processing. In people with depression and anxiety,
researchers noted shrinkage to the hippocampus. By contrast, the amygdala increased in size.
Read more


Kleinhirn ist größer als gedacht

Komplexe Faltung verbirgt eine Fläche von fast 80 Prozent der Großhirnrinde
Versteckter Riese: Unser Kleinhirn hat nur ein Achtel des Volumens unseres Cortex,
aber fast 80 Prozent seiner Fläche, wie nun eine Studie enthüllt. Damit ist das
Cerebellum weit größer als bislang angenommen. Würde man es komplett entfalten,
wäre es einen Meter lang und zehn Zentimeter breit. Gleichzeitig ermöglicht die
virtuelle Auffaltung des Kleinhirns erstmals eine präzisere Kartierung seiner Funktionen.

Lange galt unser Kleinhirn nur als Zentrale für die Bewegungssteuerung.
Doch inzwischen ist klar, dass dieses rundliche, stark gefurchte Gebilde
an der hinteren Schädelbasis auch an nahezu allen höheren Hirnfunktionen beteiligt ist.
Weiter


Der Julich-Brain Atlas

Die Architektur der Nervenzellen ändert sich an der Grenze zwischen zwei Arealen (gestrichelte Linie). Das ist die Grundlage der Kartierung. Die Areale der untersuchten Gehirne werden in den Julich-Brain Atlas gebracht und hier überlagert.

„Julich-Brain“ heißt der erste 3D-Atlas des menschlichen Gehirns, der die Variabilität der Gehirnstruktur mit mikroskopischer Auflösung abbildet. Über 24.000 hauchdünne Hirnschnitte wurden dafür digitalisiert, in 3D zusammengesetzt und von Experten kartiert. Als Teil der neuen EBRAINS-Infrastruktur des europäischen Human Brain Projects dient der Atlas als „Interface“, um Informationen über das Gehirn räumlich präzise zu verknüpfen. Jülicher und Düsseldorfer Forscher unter der Leitung von Prof. Katrin Amunts haben den neuen Gehirnatlas nun in der renommierten Fachzeitschrift Science vorgestellt. Weiter

Laboraufnahmen mit Co-Autor Sebastian Blundau (Video)


Heilende Berührung

Oxytocin wandelt somatosensorische Signale in soziales Verhalten um Idee: Yan Tang; Grafik: © Shari Ross

Oxytocin wandelt somatosensorische Signale in soziales Verhalten um
Ein in der renommierten Fachzeitschrift Nature Neuroscience von der Regensburger Professorin Dr. Inga Neumann und ihren Kolleg:innen veröffentlichter Artikel zeigt, dass sogenannte parvozelluläre Oxytocin-Neuronen für die Umwandlung von sensorischen Signalen in soziale Interaktionen verantwortlich sind. Die Erkenntnisse des internationalen Forschungsteams eröffnen neue Therapieansätze bei psychischen Erkrankungen, etwa posttraumatischen Belastungsstörungen. Beitrag lesen [12 KB]


Neurons are programmed for a long life

When our neurons — the principal cells of the brain — die, so do we.

Most neurons are created during embryonic development and have no “backup” after birth.
Researchers have generally believed that their survival is determined nearly extrinsically,
or by outside forces, such as the tissues and cells that neurons supply with nerve cells.

A research team led by Sika Zheng, a biomedical scientist at the University of California,
Riverside, has challenged this notion and reports the continuous survival of neurons
is also intrinsically programmed during development.

The study, published in the journal Neuron, identifies a mechanism the researchers say
is triggered at neuron birth to intrinsically decrease a general form of cell death —
or “apoptosis” — specifically in neurons. When this genetic regulation is stopped,
continuous neuronal survival is disrupted and leads to the death of the animal.
Read more


How To Study the Degenerating Brain

Although the causes of some neurodegenerative diseases are established,
the etiology of many common, sporadic neurodegenerative conditions remains mysterious.

For nearly all such maladies, the search for ways to prevent or halt degeneration is ongoing.
A better understanding of how and why each disease progresses is necessary both for
developing potential treatment strategies and for monitoring the effectiveness
of interventions during clinical trials.

Download this list to discover more about some of the main techniques deployed
to study the degenerating brain, including:

* Post-mortem analysis
* Neuroimaging
* Genetic analysis

Download this free list


Top 5 Chemicals That Can Harm Your Brain

The List Of Chemicals That Can Damage The Brain Has Doubled In Size
Over The Past 7 Years. These Chemicals Are Found In The Food
We Tend To Eat, The Water We Drink, And The Air, We Breathe.
What Makes This Even Scarier Is That The Most Vulnerable
To These Chemicals Are Fetuses And Children. Video


Umschalten im Gehirn

Dr. Michael Schleyer mit Alice Weiglein und Juliane Thöner

Einzelnes Dopamin-Neuron bewirkt Verhaltensänderung
Wenn Sie Appetit auf Süßes haben und Ihr suchender Blick auf eine Tafel
Ihrer Lieblingsschokolade fällt, werden Sie nicht weitersuchen,
sondern beginnen sie genüsslich zu verzehren.
Wie funktioniert so ein Umschalten von Sehnen und Suchen zu Genuss und Gebrauch?
Ein LIN-Forschungsteam um Dr. Michael Schleyer hat herausgefunden,
dass ein einzelnes Neuron diesen Prozess bewirken kann. Ihre Forschungsergebnisse
wurden im „Journal of Neuroscience“ veröffentlicht und legen eine neue Rolle
für den „Glücksbotenstoff“ Dopamin nahe. Weiter


Scientists Observe Learning Processes Online

Scientists Observe Learning Processes Online in the Brain
Stimulating the fingertip rhythmically for a sustained period of time,
markedly improves touch sensitivity of this finger. A research team
led by Associate Professor Dr. Hubert Dinse at Ruhr-Universität Bochum (RUB)
analysed the impact of this process in the brain. Using electroencephalography (EEG),
the scientists recorded neuronal activity of brain areas associated with tactile processing.
They were able to observe changes in activity over time – possibly illustrating
a learning process. The team reported their findings in Frontiers in Human Neuroscience
on 30 June 2020. Read more


Gehirn von Mann und Frau sind doch verschieden

Volumen der grauen Hirnsubstanz und Genexpression
zeigen ein geschlechtsspezifisches Muster

Stereotyper als gedacht: Das Gehirn von Frauen und Männern ist doch unterschiedlicher
als gedacht, wie nun eine Studie enthüllt. Demnach haben Frauen mehr graue Hirnsubstanz
unter anderem im Stirnhirn und im Scheitellappen, Männer dagegen haben mehr Volumen
in einigen hinteren und seitlichen Arealen des Cortex, darunter auch dem primären Sehzentrum. Passend zu diesem Muster gibt es auch Unterschiede bei der Genexpression der Geschlechts-chromosomen in den Hirnarealen. Weiter


Do Narcissists Have Memory Problems or . . .

Do Narcissists Have Memory Problems or Are They Just Liars?
If you are in a relationship with someone who has a narcissistic personality disorder,
you may start to wonder if your narcissistic mate has memory problems.
Your mate makes promises to you and then claims to have never said anything
remotely like what you know you heard. Or, after a lot of negotiating the two
of you reach some agreement about where to go for dinner, and then you find out
your mate made a reservation at a different restaurant that you told him you hate.
When you complain, your mate says: “You should have been clearer.
I never heard you say that you preferred the other one.”

After a few of these experiences, you are likely to become concerned. Is your mate a liar?
Is he or she just ignoring everything you say because your opinion does not count?
Or, does your mate have some form of early dementia that is interfering with his or her memory?
Read more


What Do New Neurons in the Brains

What Do New Neurons in the Brains of Adults Actually Do?
Adult neurogenesis, already appreciated for its role in learning and memory,
also participates in mental health and possibly even attention, new research suggests.
Read more


Astrocytes Help to Maintain Slow Wave Sleep

Data presented by researchers from GliaLab at the Letten Centre at the University of Oslo
lends further support that astrocytes are important to assure proper slow wave sleep.
This finding that a non-neuronal cell type is crucial for appropriate slow wave sleep
will guide future studies aimed at deciphering the mechanisms of and identifying
novel treatment strategies for sleep disorders. The results have now been published
in the journal Nature Communications and featured in Editors’ Highlights
“From Brain to Behavior”. Read more


Music Synchronizes the Brains of Performers . . .

Music Synchronizes the Brains of Performers and Their Audience
When a concert opens with a refrain from your favorite song, you are swept up in the music, happily tapping to the beat and swaying with the melody. All around you, people revel in the same familiar music. You can see that many of them are singing, the lights flashing to the rhythm, while other fans are clapping in time. Some wave their arms over their head, and others dance in place. The performers and audience seem to be moving as one, as synchronized to one another as the light show is to the beat. Read more


Selbstregulation des Gehirns durch Meditation

Proband im MEG - Reinhard Blumenstein - LIN

Was geschieht im Gehirn, wenn man beginnt, das Meditieren zu erlernen?
Milliarden von Neuronen sorgen dafür, dass wichtige Informationen verarbeitet
und unwichtige ignoriert werden. Meditation als Technik der Selbstregulation
kann helfen, diese Fähigkeiten noch zu verbessern.
Ein Forschungsteam um Dr. Stefan Dürschmid und Dr. Matthias Deliano
am LIN hat in den elektrophysiologischen Wellen des Gehirns nach Spuren
der Meditation gesucht und gezeigt, dass der Grundstein für eine verbesserte
Informationsverarbeitung schon bei der ersten Meditationsübung gelegt wird.
Weiter


Amygdala - und die Angst lernt mit

Kaum einer weiß, dass er sie hat. Ohne sie wäre unser Leben monoton und gefährlich.
Sie ist wie eine gute Freundin und verdient daher mehr Aufmerksamkeit.
Lesen Sie hier mehr zum Thema. [49 KB]


Wo geht's hier zum Hippocampus?

Die Schlüsselstelle für das Lernen - der Hippocampus

Stellen sie sich den Hippocampus wie einen Pförtner vor.
Er lässt Informationen durch - oder auch nicht. Je nachdem, ob er Lust dazu hat.
Das ist nämlich nicht garantiert, denn der Hippocampus langweilt sich sehr schnell.

Wenn da ständig dieselbe trockene Information kommt, hat er keinen Spaß und schließt die Tür.
Welche Tricks halten den Hippocampus bei Laune?
zum Beitrag [47 KB]


Peter Schipek "Gehirn & Lernen"

Haben Sie Lust auf eine Entdeckungsreise? Auf eine Reise ins Innere Ihres Kopfes?

Die Reise ist auch für Anfänger geeignet - denn alles, was Sie dazu brauchen,
erhalten Sie unterwegs: das notwendige Rüstzeug, um das Gehirn und das Lernen
zu verstehen, und genügend Nahrung für Ihre eigenen grauen Zellen.

Teil 1 "Kleines ABC der Neuronen"
Zum Beitrag [56 KB]


How much oxygen the brain needs

Researchers determine how much oxygen the brain needs
The brain requires a disproportionate amount of energy compared to its body mass.
This energy is mainly generated by aerobic metabolic processes that consume
considerable amounts of oxygen. Therefore, the oxygen concentrations in the brain
are an important parameter that influences the function of nerve cells and glial cells.
However, how much oxygen is consumed in the brain and how this is related to
neuronal activity was so far largely unknown. LMU neurobiologists Hans Straka,
Suzan Özugur, and Lars Kunz have now succeeded for the first time in directly measuring
this in the intact brain and correlating it with nerve cell activity.
The scientists report on their results in the journal BMC Biology.
Read more


Träumen

Beim Träumen tauchen wir in eine fremde Welt ein. Aber warum träumen wir? Und wie? © CarlaMc/ iStock

Wenn das Gehirn eigene Wege geht...
Wenn wir schlafen, tauchen wir ein in eine fremde Welt – die des Traums.
Denn auch wenn wir die Augen schließen, schläft unser Gehirn nicht.
Nervenzellen feuern, erzeugen Bilder, Geräusche und manchmal täuschend echte Traumwelten.
Aber wie kommen die Träume zustande? Und wozu dienen sie?

Etwa ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir Menschen schlafend.
Nacht für Nacht tauchen wir ein in eine fremde Welt, eine Welt mit ihren eigenen Gesetzen
und Regeln. Im Schlaf ist unser aktives Bewusstsein ausgeschaltet. Nicht mehr wir haben
die Kontrolle über das, was geschieht, sondern unser Unbewusstes – das Gehirn geht
seiner eigenen Wege. Weiter


Why Do Smells Trigger Memories?

Whenever I smell the pages of a brand new book, I am reminded of all the late night
reading I did as a kid. I can even feel the soft fabric on the arms of my favorite reading
chair and sense the quiet of a house where everyone else is asleep. The stresses
of the day start to give way a bit to feelings of calm and focus. We have an armchair
in my daughter’s room very similar to my childhood reading chair, but sitting in it doesn’t
quite conjure up those memories as effectively as that new book smell.
Read more


Wie man abgestorbene Neurone ersetzt

Bei der Parkinsonkrankheit sterben nach und nach jene Nervenzellen im Gehirn ab,
die den Botenstoff Dopamin herstellen. Diesen brauchen wir, um unsere Bewegungen
zu steuern. Daher gehören zu den typischen Symptomen der Krankheit etwa Zittern,
Steifheit der Muskeln und erhebliche Bewegungseinschränkungen. Medikamente können
den Dopaminmangel im Gehirn teilweise ausgleichen und so die Beschwerden lindern.
Aufhalten kann man das Absterben der Nervenzellen in der Substantia nigra bisher nicht.
Vielleicht kann man aber neue züchten. Weiter


Der Mann, der keine Zahlen sieht

Ungewöhnliche Hirnstörung verhindert Wahrnehmung von Ziffern, nicht aber von Buchstaben
Mysteriöse „Zahlenblindheit“: Neuroforscher berichten von einem einzigartigen Phänomen – einem Mann, der trotz intaktem Sehsinn die Ziffern 2 bis 9 nicht erkennen kann. Sie erscheinen ihm als chaotische „Spaghetti“. Doch Buchstaben, die Ziffern 0 und 1 und auch römische Ziffern sieht er völlig normal. Dieser Fall und seine neurologischen Hintergründe werfen ein ganz neues Licht auf unsere visuelle Wahrnehmung, wie die Forscher berichten. Weiter


Adult-born neurons grow more

Reconstructions of adult-born neurons. Left to right: age 2 weeks, 4 weeks, 6 weeks, and 24 weeks. Adult-born neurons continue to undergo significant morphological modifications beyond previously described developmental timelines. They remain distinct from their developmentally-born counterparts. Credit: Cole, Espinueva et al., JNeurosci 2020

Adult-born neurons grow more than their infancy-born counterparts
Adult-born neurons keep growing and contributing to brain flexibility long after
neurogenesis declines, according to research in rats published in JNeurosci.

The dentate gyrus, a brain region involved in distinguishing memories,
creates new neurons during adulthood—that much is clear. What remains unclear is
how long adult neurogenesis takes place and how many neurons it creates. However,
humans may not need neurogenesis to persist for the entirety of adulthood,
because the brain gets the same memory benefits from neurons that are still growing up.
Read more


Aus Vergangenheit wird Zukunft

Zukunftsdenken hilft uns, zu planen und unsere Gefühle zu regulieren.
Dabei spielt unser Gedächtnis eine entscheidende Rolle:
Ist es beeinträchtigt, wird Pläneschmieden unmöglich.

Stellen Sie sich vor, Sie hatten gerade einen furchtbaren Streit mit Ihrem Chef.
Im Anschluss daran werden Ihnen vermutlich die verschiedensten Gedanken durch den Kopf schießen:
Wie geht es nun für mich weiter? Wie soll ich mich verhalten, wenn ich ihn morgen wiedersehe?
Was bedeutet der Streit für meine Zukunft in der Firma? Bald schon werden Sie beginnen,
spezifische Szenarien gedanklich zu simulieren: Gibt der Chef Ihnen jetzt nur noch unliebsame Aufgaben?
Oder droht sogar die Kündigung? Vermutlich werden Sie auch überlegen, wie wahrscheinlich es ist,
dass es zu solchen Konsequenzen kommt und einen entsprechenden Plan für die Zukunft schmieden.
Vielleicht nehmen Sie sich vor, Ihren Standpunkt beim nächsten Mal sachlicher zu verteidigen –
oder sich direkt einen neuen Job zu suchen. Weiter


Less sleep reduces positive feelings

Sleeping less than normal impacts how we feel the next morning.

“Not in the sense that we have more negative feelings, like being down or depressed.
But participants in our study experienced a flattening of emotions when they slept less
than normal. They felt less joy, enthusiasm, attention and fulfilment,”
says Associate Professor Ingvild Saksvik-Lehouillier at the Norwegian University of Science
and Technology’s (NTNU) Department of Psychology.Read more


Warum ist unser Gehirn so groß?

Dresdner Hirnforscher vom Max-Planck-Institut für Zellbiologie und Genetik
haben jetzt einen Mechanismus entdeckt, der vor 1 bis 2 Millionen Jahren
das Gehirnwachstum ausgelöst haben könnte.
Das berichten sie im Wissenschaftsmagazin "Science".
Zum Audiobeitrag


Einsamkeit zeigt sich am Gehirn

Hirnaktivität spiegelt Entkopplung des Selbst von anderen wider
Tiefe Kluft: Ob ein Mensch unter Einsamkeit leidet, verrät auch seine Hirnaktivität.
Denn sie zeigt eine stärkere Entkopplung zwischen dem Schaltkreis für das Selbst
und dem Aktivitätsmuster beim Nachdenken über andere. Das könnte das Gefühl
der Entfremdung und sozialen Isolation erklären, unter dem einsame Menschen oft leiden,
so die Forscher im Fachmagazin „Journal of Neuroscience“.

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie leiden viele Menschen vermehrt unter Einsamkeit.
Dieses Gefühl der sozialen Isolation trifft nicht nur Ältere, sondern tritt auch bei jungen Erwachsenen
und Menschen ab Mitte 50 gehäuft auf, wie eine Studie kürzlich ergab. Bei den Betroffenen
kann die Einsamkeit schwere seelische und auch gesundheitliche Folgen haben,
denn wir Menschen sind von Natur aus soziale Wesen. Weiter


Gute Gefährten: das Gehirn und seine Gefäße

Studie zeigt, wie Blutgefäße den Stoffwechselzustand von Nervenzellen erkennen
Das Gehirn und die es umgebenden Blutgefäße stehen in einer engen Beziehung miteinander.
Die Gefäße versorgen die energiehungrigen Nervenzellen mit Nährstoffen und schützen sie
zugleich vor Krankheitserregern. Forscher des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und
Epigenetik in Freiburg haben jetzt entdeckt, wie Blutgefäßzellen den Stoffwechselzustand
des Gehirns wahrnehmen und daraufhin die Gefäßfunktionen anpassen können.
Fehlfunktionen dieses Mechanismus ziehen ernsthafte Folgen wie Gefäßentzündungen
oder den Zusammenbruch der Blut-Hirn-Schranke nach sich. Die Ergebnisse des Teams
um Asifa Akhtar könnten für Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer
oder vaskulärer Demenz von Bedeutung sein, da der Ausbruch dieser altersbedingten
Erkrankungen oft mit Gefäßdefekten im Gehirn einhergeht. Weiter


Neuroenhancement kann Fluch oder Segen sein

Nicht immer reicht unser Wille aus, um unser Verhalten zu ändern.
Neuroenhancement kann helfen, unsere Motivation zu steigern.
Doch der Einsatz könne auch dazu führen, dass wir uns in der Arbeit verknechten,
warnen Experten in der Podiumsdiskussion.

Welche physischen und psychischen Prozesse steuern unser Verhalten?
Inwieweit können wir unsere Lebensweise, unseren Konsum oder unsere Leistung beeinflussen,
und ist das eine Frage der Willenskraft und Motivation oder reine Hirnphysiologie?
Braucht es materielle und / oder soziale Anreize, wie sie in der Verhaltensökonomie untersucht werden?
Diesen und weiteren Fragen widmen sich Experten aus Medizin, Psychologie und Verhaltensökonomie.
Zum Video


Das emotionale Profil, das unser Leben prägt

Die einen lesen in ihren Mitmenschen wie in einem offenen Buch.
Für andere sind sie ein Buch mit sieben Siegeln.
Und während die einen auf der Sonnenseite des Lebens stehen,
sehen die anderen gewöhnlich schwarz.
Diese und weitere Eigenschaften bilden die Grundlage unseres Erlebens
und Verhaltens: die sechs Dimensionen unseres »Emotionsprofils«.
Weiter


Blick ins Gehirn von Programmierern

Hirnaktivität beim Verstehen von Programmcode ist anders als erwartet
Mehr Sprache als Logik: Was geht im Gehirn eines Programmierers vor,
wenn er sich intensiv mit einem Programmcode befasst?

Darauf haben nun Hirnscans eine überraschende Antwort geliefert.
Denn entgegen den Erwartungen waren nicht logische und mathematische Schaltkreise aktiv,
sondern die Sprachzentren der linken Hirnhälfte. Demnach spielt offenbar Sprachverständnis
eine zentralere Rolle beim Programmieren als lange angenommen. Weiter


Neu gebildete Neurone werden im REM-Schlaf aktiv

Im Hippocampus reifen beständig Nervenzellen nach. Jetzt zeigt eine Studie:
Ihren großen Auftritt haben sie nachts. Dann helfen sie dem Gehirn bei der Gedächtnisbildung.

Nur in zwei Regionen: dem Riechsystem und dem Hippocampus.
Hier reifen bis ins hohe Alter Neurone aus. Warum sie das tun,
ist nach wie vor offen – und jetzt Gegenstand einer aktuellen Studie.
Die Wissenschaftler um Masanori Sakaguchi von der Universität Tsukuba
in Japan nahmen dafür die zweite der beiden Regionen ins Visier, den Hippocampus.
Weiter


Was formt unseren Geist und unser Gehirn?

Sie möchte verstehen, wie angeborene und Umweltfaktoren unser Gehirn
und letztlich unsere Gedanken und Gefühle formen:
Sofie Valk, Leiterin der neuen Forschungsgruppe „Kognitive Neurogenetik“
am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig.
Ein Gespräch darüber, wie sie die Funktion der Gehirnstruktur untersuchen will,
wie Gene und Umwelt uns zu dem machen, was wir sind – und wie Herausforderungen
sie persönlich antreiben. Zum Interview [22 KB]


Mögliche physische Spur des Kurzzeitgedächtnisses

Mögliche physische Spur des Kurzzeitgedächtnisses gefunden
Wie können wir uns an die Telefonnummer erinnern, die wir gerade anrufen wollten?
Wie merken wir uns den Inhalt einer Vorlesung oder eines Films?

Schon Platon und Aristoteles fragten, wie Erinnerungen als Veränderungen im Gehirn
gespeichert werden. In einer neuen Studie fanden Professor Peter Jonas und seine
Gruppe am Institute of Science and Technology Austria (IST Austria),
darunter Erstautor David Vandael, heraus, dass das Kurzzeitgedächtnis durch das
Speichern von Neurotransmitter-Vesikel gebildet werden kann. Diese Vesikel-Pools
könnten ein „Engramm" sein, eine physische Spur des Gedächtnisses.
Die Studie erscheint im Fachmagazin Neuron. Zum Beitrag


Peter Schipek: "Neurogenese"

Es galt lange als unumstößliche Erkenntnis der Neurobiologie:
Erwachsene Gehirne bilden keine neuen Nervenzellen.
Irrtum, sie tun es – und zwar ein Leben lang.

Woher kommen denn die neuen Zellen? es Rätsels Lösung heißt: Stammzellen.
Im Embryo sind diese potenziellen Alleskönner noch nicht auf eine bestimmte Entwicklungslinie festgelegt und können zu allen möglichen Zelltypen heranreifen. Zum Beitrag [68 KB]


Was Babys im Mutterleib und nach der Geburt hören

Bereits fünf Monate nach der Befruchtung kann der Fötus im Mutterleib
Geräusche wahrnehmen – wenn auch stark gedämpft. Nach der Geburt
können Kleinkinder aber Geräusche noch nicht gut auseinanderhalten und entscheiden,
woher ein Geräusch kommt. Zum Audiobeitrag


O. Sacks: Die Kraft der Musik bei Demenzpatienten

Oliver Sacks: Die Kraft der Musik bei Demenzpatienten
Schriftsteller und ehem. Professor der Neurologie an der New York University (NYU),
beschreibt in diesem Interview, was das Hören der persönlichen Lieblingsmusik für Menschen,
die an Demenz erkrankt sind, bedeuten kann. Mit deutschen Untertiteln. Zum Video


Die bewusste Hirnaktivität bestimmen

Physiker entdecken ein eindeutiges Muster in den neuronalen Signalen von Fruchtfliegen,
mit dem sich das Maß der bewussten Gehirnaktivität bestimmen lässt.
Auch beim Menschen könnte die Technik funktionieren, glauben die Forscher.
Weiter


Wegen Umbaus vorübergehend geschlossen

Gehirnentwicklung in der Pubertät
Sie denken, das Thema ist schnell abgehandelt - das kenne ich.
Keine Lust mehr auf Schule, kein Zutritt mehr für die Alten in ihr Zimmer.
Im Gehirn der Jugendlichen sind nur Handys, Games, Partys oder das andere Geschlecht
drinnen - und die Hormone spielen verrückt.
Neue Erkenntnisse der Gehirnforschung zeigen, dass unser Gehirn diese heikle Phase unbedingt braucht. Zum Beitrag [461 KB]


Unsere subjektive Zeit

Den Eigenheiten unseres Zeitgefühls auf der Spur
Mal scheint sie sich endlos zu dehnen, dann wieder zieht das ganze Leben
scheinbar in Sekundenschnelle an uns vorüber – gefühlt vergeht die Zeit
keineswegs immer gleich schnell. Aber warum? Was führt dazu,
dass wir manche Momente wie im Zeitraffer erleben und andere in Zeitlupe?
Weiter


Die Wurzeln der Intelligenz

Warum sind manche Menschen intelligenter als andere?
Seit jeher rätseln Forscher über die Frage, was einen schlauen Kopf ausmacht.
Eines ist inzwischen klar: Die Zutatenliste ist länger als gedacht!
Weiter


Die Hirnstruktur, die unser Verhalten steuert

Anhand eines einzigartigen medizinischen Falls haben Forschende erstmals eindeutig
die Region im Gehirn identifiziert, die sogenannte exekutive Funktionen steuert.

Probleme lösen, das eigene Handeln planen, Emotionen kontrollieren – exekutive Funktionen sind grundlegende Prozesse, um unser Verhalten zu steuern. Trotz zahlreicher Indizien gab es bislang keinen eindeutigen Beleg dafür, in welchen Hirnbereichen diese Fähigkeiten verarbeitet werden. Eine Studie am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig konnte nun die entscheidende Region identifizieren – mithilfe einer einzigartigen Patientin und dem gar nicht so seltenen dysexekutiven Syndrom.
Weiter


Oliver Sacks - radio broadcast 1994

Here's a 1994 radio broadcast of Oliver Sacks in conversation with Sue Lawley,
recorded by the BBC for Desert Island Discs. As well as his favorite music,
Dr. Sacks talks about Awakenings — the remarkable story of how he revived
a group of patients who had contracted sleeping-sickness during the great encephalitis
epidemic after World War I. radio broadcast


Auch im Schlaf hört unser Gehirn noch zu

Das Gehirn unterscheidet auch im Schlaf sinnvolle und sinnlose Sprachinformationen
Wachsames Denkorgan: Im Schlaf bekommen wir zwar nichts von unserer Umwelt mit,
unser Gehirn aber schon, wie nun ein Experiment enthüllt. Demnach kann das Gehirn
selbst im Schlaf sinnvolle Sprache von unsinnigem Plappern unterscheiden.
Das Überraschende jedoch: Während die sinnvollen Reize in den meisten Schlafphasen
bevorzugt verarbeitet werden, kehrt sich dies beim aktiven Träumen um, wie die Forscher
im Fachmagazin „Current Biology“ berichten. Warum, ist bislang offen. Weiter


Gehirn: Regeneration in Zukunft

Das Nervensystem in unserem Gehirn ist plastisch.
Dadurch können sich Gewohnheiten, aber auch Lieblingsmenschen ändern.
Degenerative Krankheiten können Nervenzellen schädigen und solche Gewohnheiten,
aber auch Sprachfähigkeiten oder das Gedächtnis nachhaltig beeinträchtigen.
Eine Stammzellentransplantation könnte Abhilfe schaffen. Diverse Versuche machen Hoffnung.
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Wie das Herz die Wahrnehmung beeinflusst

Unser Herz und unser Gehirn kommunizieren ständig miteinander.
Geraten wir etwa in eine gefährliche Situation, sorgen Signale aus dem Gehirn dafür,
dass der Puls steigt – und entsprechend wieder sinkt, wenn die Gefahr vorüber ist.
Umgekehrt sendet auch das Herz Informationen ans Gehirn und beeinflusst darüber
auch unsere Wahrnehmung. Bislang ist jedoch unklar, wie das funktioniert.
Forscherinnen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS)
in Leipzig und der Berlin School of Mind and Brain haben nun zwei entscheidende Mechanismen
dafür entdeckt – und wie diese zwischen einzelnen Personen variieren.
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Einblicke in die Synapsen

„Abstand halten“ ist nicht gerade die Devise der Glutamat-Rezeptoren:
Mit hochauflösender Mikroskopie wurde entdeckt, dass sie an den Synapsen
meist in Grüppchen auftreten und mit anderen Proteinen in Kontakt stehen.

Bei Glutamat denken viele Menschen zuerst an den Geschmacksverstärker,
der in der asiatischen Küche häufig zum Einsatz kommt. Glutamat ist aber auch
ein wichtiger Botenstoff im Nervensystem des Menschen. Dort spielt es eine Rolle
bei Lernvorgängen und dem Erinnerungsvermögen. Manche Alzheimer-Medikamente
zum Beispiel verlangsamen das Fortschreiten der Erkrankung, indem sie die Wirkung von Glutamat hemmen.

Im Nervensystem wirkt Glutamat als Signalüberträger an den Synapsen.
Dort bindet es an spezifische Rezeptoren, von denen es mehrere Typen gibt.
Eine entscheidende Rolle in diesem System spielt der metabotrope Glutamat-Rezeptor vom Typ 4 (mGluR4).
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Wie die Erwartungshaltung das Lernen beeinflusst

Während des Lernens ist das Gehirn eine Vorhersagemaschine, die unablässig Theorien
über unsere Umgebung aufstellt und genau registriert, ob eine Annahme zutrifft oder nicht.
Ein Team aus der Neurowissenschaft der Ruhr-Universität Bochum hat gezeigt,
dass sich die Erwartungshaltung während dieser Vorhersagen auf die Aktivität
verschiedener Hirnnetzwerke auswirkt. Dr. Bin Wang, Dr. Lara Schlaffke
und Privatdozent Dr. Burkhard Pleger von der Neurologischen Klinik des Berufs-
genossenschaftlichen Universitätsklinikums Bergmannsheil berichten über
die Ergebnisse in zwei Artikeln, die im März und April 2020 in den Zeitschriften
Cerebral Cortex und Journal of Neuroscience erschienen sind.
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Peter Schipek - "Neurobiologie des Glücks"

Glück beginnt bei jedem von uns selbst. Es geht nicht um den Vergleich mit anderen –
das wäre der beste Weg ins Unglück. Das Ziel sollte nicht „das vollkommene Glück“ sein,
sondern ein Weg in eine positive Richtung – denn Glück ist ein fließender Zustand.

Wissenschaftler sind seit langer Zeit auf der Suche nach diesem wunderbarsten aller Gefühle.
Biochemiker suchen in Nervenspalten nach den Molekülen, die uns glücklich machen,
Neurobiologen versuchen mit aufwendiger Technik dem Glück auf die Spur zu kommen
und Molekularbiologen durchforsten die Chromosomen, um auf jenes Gen zu stoßen,
das uns glücklich macht. Doch allen Bemühungen zum Trotz: So richtig zu fassen bekommen
hat das Glück bislang keiner von ihnen. Zum Beitrag [604 KB]


Hirnzellen verändern bei Sättigung ihre Form

Eine neue Studie zeigt, wie das Gehirn ein Gefühl von Sattheit erzeugt. Dabei spielt offenbar
eine Art von Hirnzellen eine Rolle, die Forscher so nicht auf dem Schirm hatten.

Wenn wir genug Kalorien aufgenommen haben, sollten wir im besten Fall aufhören zu essen.
Unser Körper sorgt deshalb ab einem gewissen Punkt für das bekannte Sättigungsgefühl,
welches dann dazu führt, dass wir uns einen Nachschlag lieber sparen. Wie dieses Signal
im Gehirn entsteht und weitergegeben wird, hat nun ein Team um Danaé Nuzzaci
vom französischen Centre national de la recherche scientifique (CNRS) genauer untersucht –
und dabei eine Überraschung erlebt. Weiter


Wie wir Erinnerungen löschen

(imago images / fStop Images)

Was geht im Gehirn vor, wenn man sich einfach nicht mehr erinnern kann?
Ein plötzlicher Blackout – man kann sich an mehrere Stunden einfach nicht mehr erinnern.
Für Betroffene ist die Transiente Globale Amnesie oft belastend. In der Forschung
wird das temporäre Vergessen mittlerweile nicht nur negativ betrachtet.
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Babys behalten Details im Schlaf

Im Schlaf durchspielt das Gehirn zuvor Erlebtes, festigt neue Gedächtnisinhalte
und fasst ähnliche Erfahrungen zu allgemeinerem Wissen zusammen.
Das gilt bereits für Babys. Anders als bislang vermutet, können sie dabei
mehr als nur das Gelernte verallgemeinern. Eine aktuelle Studie zeigt:
Das Gehirn von Babys festigt im Schlaf auch die Details einzelner Erlebnisse
und schützt sie vor einer Verallgemeinerung. Die Studie liefert damit den ersten Nachweis,
dass der Schlaf bei Kleinkindern auch für das sogenannte episodische Gedächtnis
von Bedeutung ist. Das Phänomen der frühkindlichen Amnesie könnte damit
in ein neues Licht gerückt werden. Beitrag lesen [13 KB]


Schon Babys haben ein Gespür für Grammatik

Acht Monate alte Kinder verstehen bereits Unterschiede zwischen Wortkategorien
Kleine Grammatikgenies: Babys haben schon früh ein rudimentäres Gespür
für die richtige Grammatik. Wie Experimente nahelegen, können bereits
acht Monate alte Kinder intuitiv zwischen Inhaltsworten und sogenannten
Funktionsworten wie Artikeln und Konjunktionen unterscheiden –
als Indiz dient ihnen dabei offenbar die Häufigkeit dieser Worte.
Zudem scheinen sie zu wissen, in welcher Reihenfolge die beiden Wortkategorien
in ihrer Muttersprache verwendet werden. Weiter


Bewusstsein

Verarbeitet das Gehirn 95 Prozent aller Informationen unbewusst?
Während Sie diesen Artikel lesen, gleitet Ihr Blick von links nach rechts über die Zeilen,
ohne dass Sie sich dessen bewusst sind. Sie nehmen es erst wahr, wenn Sie darauf achten.
Dasselbe gilt für körperliche Empfindungen. Vermutlich sitzen Sie gerade. Dabei spüren Sie
den Druck der Stuhlfläche erst dann, wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken.
Diese Beispiele veranschaulichen, dass viele Informationen, die dem Gehirn zur Verfügung stehen,
uns nicht bewusst werden. Und das ist auch gut so: Würden permanent sämtliche Eindrücke
ungefiltert auf uns einprasseln, wären wir heillos überfordert. Weiter


The Power of Oxytocin

For a little brain chemical, oxytocin has some big jobs
Oxytocin has been coined the “love hormone” for good reason - you know those warm
and fuzzy feelings you get when you cuddle a puppy, hug your friend, or kiss your partner?
That’s oxytocin at work.

Oxytocin has been in the headlines, gaining a reputation for making people more social,
trusting, generous, and loving. It’s a neuropeptide, meaning that it’s a protein-like molecule
your brain cells use to communicate with each other. Oxytocin is also a hormone,
meaning that the brain releases it into the bloodstream to communicate with the body.
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The Secret Life of Levodopa

Levodopa is a therapeutic drug that is used to treat the symptoms of Parkinson’s disease.
In the brain, this molecule is converted to the biochemically active dopamine by enzymatic decarboxylation. Dopamine is then used as a neurotransmitter to stimulate muscular movement.
With its amine and carboxyl functional groups; Levodopa is also an amino acid but one that is not used in protein synthesis, sometimes called a non-protein amino acid . It is structurally very similar to Tyrosine and only differs by a single hydroxyl group.
Levodopa enters the brain through an amino acid transporter.
Levodopa is then taken up by specific neurones in the brain called dopaminergic neurones.
These specialized cells contain the enzyme AADC that converts DOPA to the neurotransmitter dopamine.
However, in the neuron or any other cell, the similarity of levodopa to Tyrosine allows it to be mistakenly
used to synthesize new proteins. Video