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Gesundheit / Medizin


Wie Musik Demenzkranken helfen kann

Gemeinsames Singen – ob professionell, als Hobby oder einfach so – tut gut.
Es hat positive Auswirkungen auf die psychische wie auch physische Gesundheit.
So wird etwa die Sauerstoffversorgung verbessert, das Immunsystem aktiviert
und vermehrt das Bindungshormons Oxytocin ausgeschüttet – was Angst
und Stress abbauen hilft. Diesen Schluss lassen inzwischen etliche Untersuchungen zu
Und Musik lässt sich auch therapeutisch nutzen, etwa bei Patienten mit Demenz.
Zum Podcast


ALZHEIMERFORSCHUNG

Es ist Zeit, neue Wege zu gehen!
Lange haben sich Forscher bei der Bekämpfung von Alzheimer auf das Peptid Beta-Amyloid fokussiert. Erfolge brachte das nicht. Es könnte sich deshalb lohnen, die Ursachen der Krankheit neu zu untersuchen.

Eigentlich sollte es kein unüberwindbares Hindernis darstellen, eine wirksame Behandlung
für die Alzheimerkrankheit zu entwickeln. Während anderen großen Problemen wie Gewalt
oder Intoleranz, die die Menschheit beschäftigen, ein verwirrendes Geflecht aus Ursachen
und Unsicherheiten zu Grunde liegt, ist Alzheimer im Kern ein zellbiologisches Problem.
Es könnte sogar gut sein, dass bereits im Gefrierschrank irgendeines Forschungslabors
eine Lösung schlummert. Zudem könnten wichtige Hinweise in großen Datenbanken
und den Registern von Kliniken zu finden sein. Oder in neuropsychologischen Profilen,
Aufnahmen des Gehirns, biologischen Markern in Blut und Rückenmarksflüssigkeit,
Genom- und Proteinuntersuchungen oder in Tier- und Zellkulturmodellen. Hinweise,
die wir bislang vermutlich übersehen haben, weil wir jahrzehntelang zu bereitwillig
jeder tollen neuen Erkenntnis hinterhergelaufen sind, anstatt uns die zu Grunde
liegenden biologischen Mechanismen der Krankheit genauer anzuschauen. Weiter


Psychiatrischen Diagnosen?

»Biologisch gesehen gibt es die psychiatrischen Diagnosen nicht«
In der Psychiatrie denke man noch immer in Schubladen, sagt Anke Hammerschlag
von der Universität Amsterdam. Doch laut ihrer Forschung verbergen sich hinter
verschiedenen psychischen Erkrankungen oft dieselben Gene, und die Störungen
bilden große Cluster. Im Interview erklärt sie, warum das auch für die Therapie wichtig ist.

Die meisten psychischen Probleme lassen sich zumindest einer psychiatrischen Diagnose zuordnen.
Wer Stimmen hört, leidet vermutlich unter Schizophrenie, und ein sehr unruhiges Kind hat womöglich ADHS.
Diese Störungen sind im DSM beschrieben, dem Handbuch für psychische Erkrankungen, und in der ICD,
der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten. Wer mit schweren psychischen Problemen
zu kämpfen hat, wird in eine Diagnosekategorie gesteckt und bekommt dazu die passende Behandlung.
Doch es mehrt sich Kritik am traditionellen Schubladendenken, neuerdings auch aus der genetischen Forschung.
Zum Interview mit Anke Hammerschlag - promovierte Neurowissenschaftlerin.


Parkinson's Puzzle Solved Through Protein Design

EPFL researchers, in collaboration with UTSW and UCSD scientists, have developed a computational protein design approach, and used it to obtain the first ever high-resolution structure of an activated dopamine receptor in its natural cell membrane environment. The breakthrough will open up a new dimension in drug discovery for Parkinson’s disease and perhaps other disorders. Read more


Angstblüte vor dem Burnout

„Angstblüte, so nennt man das letzte, vielleicht verzweifelte, oft prachtvolle Aufblühen
eines alten Baumes, bevor er abstirbt.“ So beginnt eine Besprechung des Romans
Angstblüte von Martin Walser.

Ich habe das in unserem Garten erlebt. Hier in Waldhilsbach grassiert ein Baumpilz.
Nebenan beim Nachbarn war eine Eberesche furchtbar befallen. Sie blühte dabei
im letzten Jahr so schön wie nie, sie ächzte dann fast unter den herrlich roten Vogelbeeren –
die leuchteten so wunderbar, weil die Blätter so klein waren. Der Baum war ein einziges Rot,
ohne viel Grün – das Zeichen der Krankheit. In diesem Jahr aber trieb die Eberesche
kein einziges Blatt mehr. Dürr, trocken, tot. Weiter


Mikrobiom - Stimmungsmacher im Darm

Viele psychische Erkrankungen wie Depressionen könnten ihre Wurzeln im Bauch haben.
Mittlerweile verstehen Forscher die rätselhafte Verbindung zwischen dem Menschen
und seinem Mikrobiom immer besser. Weiter


DER PROTEOM-CODE

Dem Geheimnis des Lebens auf der Spur
Forscher aus der ganzen Welt arbeiten derzeit mit großem Aufwand daran,
das vollständige Baumaterial des Menschen kennenzulernen: das Proteom -
die Gesamtheit der Proteine. Die Gene beinhalten den Bauplan, aber die Proteine bilden
den Körper - und auch die Krankheiten. Sie sind die wahren Akteure des menschlichen
Organismus. Weiter zum Video

Macht Einsamkeit krank?

Quälendes Alleinsein – Macht Einsamkeit krank?
Immer wieder heißt es, die Vereinsamung nehme zu.
Ist das quälende Alleinsein Ursache für Herzinfarkt, Depression und früheren Tod?
Wie kann man mit Einsamkeit umgehen?
Zum Audiobeitrag und Manuskript zur Sendung


MICROBIOME AND MENTAL HEALTH

STUDY LINKS GUT BACTERIA TO PERSONALITY
There may be no actual butterflies in your stomach, but there are approximately
100 trillion microorganisms in your gut. Collectively, these microorganisms -
a mixture of bacteria, viruses, fungi, and protozoa — are known as the microbiome.
It’s increasingly clear that the microbiome influences mental and physical health.
Now, scientists have taken this topic a step further and linked the microbiome
to the likelihood of specific personalities. Read more


Cannabis, Cannabinoide

Cannabis, Cannabinoide, Cannabiskonsumstörungen
Keine Droge führt derzeit zu so intensiven, teilweise leidenschaftlich geführten Diskussionen
wie Cannabis. Welche gesundheitlichen und sozialen Risiken birgt die Substanz,
wenn sie zu Rauschzwecken gebraucht wird? Dieser Beitrag beschreibt die wichtigsten
Cannabinoide, das endogene Cannabissystem sowie mögliche kurz- und langfristige Risiken.
Er zeigt zudem psychotherapeutische Behandlungsoptionen von Cannabismissbrauch
und -abhängigkeit auf. Weiter


Gesundheit beginnt im Darm

Strategien für ein gesundes langes Leben
Bakterien in unserem Darm entgiften, trainieren die Immunabwehr, regeln die Verdauung.
Und sie entscheiden darüber, wie bestimmte Nahrungsmittel auf Körper und Seele wirken.
Wissenschaftsautor und Journalist Jörg Blech ist Experte auf diesem Gebiet
und hat über seine Erkenntnisse mit Ralf Caspary gesprochen.
Zum Audiobeitrag und Manuskript zur Sendung



Was hilft wirklich gegen das Vergessen?

Morbus Alzheimer ist die häufigste Ursache für eine Demenzerkrankung.
Forscher haben bisher nur Vermutungen, warum es dazu kommt.
Geheilt werden können Betroffene nicht.
Therapien zielen darauf, die Lebensqualität zu steigern.
Zum Video


Frühwarnsystem für Alzheimer

Alzheimer entwickelt sich schon Jahrzehnte, bevor Betroffene etwas davon bemerken.
Die ersten Anzeichen aufzuspüren, ist allerdings mühsam.

Wenn Gedächtnis und Orientierungsvermögen rasch nachlassen, ist es bereits zu spät.
Zu spät für eine Therapie zumindest, die den Verfall der Geisteskraft aufhalten könnte.
»Wenn man Symptome hat, liegt der Beginn der Erkrankung bereits 20 Jahre zurück –
das ist eine der wichtigsten Neuigkeiten, die die Alzheimer-Forschung im letzten Jahrzehnt hervorgebracht hat«,
sagt Mathias Jucker vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung in Tübingen. In dieser Zeit hat es im Gehirn
schon massive Veränderungen gegeben: Immer größere Mengen der Proteine Beta-Amyloid und Tau lagern sich
im Hirngewebe ab. Etwa zehn Jahre vor den ersten Symptomen sinkt die Stoffwechselaktivität
in bestimmten Hirnregionen, und Nervenzellen sterben ab. Weiter


Die Kraft der Musik bei Demenzpatienten

Oliver Sacks: Die Kraft der Musik bei Demenzpatienten
Oliver Sacks war Professor der Neurologie an der New York University (NYU).
Er beschreibt in diesem Interview, was das Hören der persönlichen Lieblingsmusik
für Menschen, die an Demenz erkrankt sind, bedeuten kann. Mit deutschen Untertiteln.
Zum Video


Oliver Sacks: The healing Power of Gardens

This is an excerpt from “Everything in Its Place,”
a posthumous collection of writings by Dr. Sacks.

As a writer, I find gardens essential to the creative process; as a physician,
I take my patients to gardens whenever possible. All of us have had the experience
of wandering through a lush garden or a timeless desert, walking by a river or an ocean,
or climbing a mountain and finding ourselves simultaneously calmed and reinvigorated,
engaged in mind, refreshed in body and spirit. The importance of these physiological states
on individual and community health is fundamental and wide-ranging.
In 40 years of medical practice, I have found only two types of non-pharmaceutical “therapy”
to be vitally important for patients with chronic neurological diseases: music and gardens.
Dr. Sacks was a neurologist and author. He died in 2015.
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Armut hinterlässt Spuren am Erbgut

Armut macht krank – und das nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch bei uns.
Doch warum kann eine arme Kindheit und Jugend selbst bei Erwachsenen noch
gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Eine Antwort auf diese Fragen könnte nun
ein Blick aufs Erbgut geliefert haben. Denn wie die Forscher feststellten,
ist das Muster von Anlagerungen an der DNA bei Menschen aus armen Verhältnissen
deutlich verändert. Diese epigenetischen Unterschiede beeinflussen die Genaktivität
und könnten daher auch die körperlichen Spätfolgen der Armut erklären. Weiter


Schöne Kindheitserinnerungen halten gesund

Sich an gute Zeiten in der Kindheit zu erinnern, kann Jugendliche davor bewahren
an einer Depression zu erkranken. So eine Studie mit mehr als vierhundert Vierzehnjährigen,
die Symptome einer Depression zeigten – wie Traurigkeit und ein negatives Selbstwertgefühl.
Die Jugendlichen lernten sich an schöne Momente in ihrer Kindheit zu erinnern und entwickelten
so ein positiveres Bild von sich. Auch die Werte des Hormons Cortisol verringerten sich.
Cortisol gilt als Stresshormon und wird bei einer richtigen Depression vermehrt ausgeschüttet.
Zum Audiobeitrag


Mit L-Dopa Ängste verlernen?

Der Wirkstoff festigt neue Erfahrungen, die traumatische Erinnerungen überschreiben
Eine klassische verhaltenstherapeutische Traumatherapie setzt Patienten wiederholt
jenen Reizen aus, die an das Trauma erinnern. Ziel ist, die Verknüpfung und damit
ihre Angst zu verlernen. Dabei kann ein bekannter Arzneistoff dem Gedächtnis
auf die Sprünge helfen, wie Forscher vom Deutschen Resilienz Zentrum
der Universität Mainz jetzt in der Fachzeitschrift »Nature Communications« berichten.
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Prof. Dr. med. Christian Mang

Mainzer SCIENCE SLAM: „Böse Schulmedizin“ vs. „gute Naturheilkunde“
Prof. Dr. med. Christian Mang studierte ab 1987 Humanmedizin an der Johannes Gutenberg-
Universität Mainz (JGU). Nach seiner Tätigkeit als Stationsarzt in der Inneren Medizin
in Lüdenscheid und im Zentrum für Kardiovaskuläre Pharmakologie in Mainz wechselte
Prof. Mang an das Pharmakologische Institut der Universitätsmedizin der JGU und war
zunächst schwerpunktmäßig wissenschaftlich tätig. Er übernahm ab 2005 die Hauptvorlesung
für Pharmakologie, mit deren Inhalten für die Studierenden der Medizin alle Medikamenten-
wirkungen, -nebenwirkungen und Toxische Gefahren gelehrt und geprüft werden.

Zum Video „Böse Schulmedizin“ vs. „gute Naturheilkunde“
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