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genetik / epigenetik


Erbgut torpediert Theorie

Erste direkte Beobachtung der Chromatinstruktur widerlegt Lehrbücher

Chaos statt Ordnung: Unser Erbmaterial ist im Zellkern ganz anders angeordnet,
als es in den Lehrbüchern steht. Denn das aus DNA und Proteinen bestehenden Chromatin
bildet chaotische Faltungen und Knäuel, statt säuberlich zu immer dickeren Fasern
zusammengelagert zu sein. Dies enthüllt die erste direkte Beobachtung der Chromatinstruktur
in intakten Zellen. Damit ergeben sich ganz neue Einblicke in die Verknüpfung von Form
und Funktion der DNA, so die Forscher im Fachmagazin "Science". Weiter


Epigenetik zwischen den Generationen

Max-Planck-Forscher zeigen, dass wir mehr als nur Gene erben

Wir sind mehr als die Summe unserer Gene. Epigenetische Mechanismen,
die durch Umwelteinflüsse wie Ernährung, Krankheit oder unseren Lebensstil
verändert werden, nehmen eine wichtige Rolle bei der Steuerung unseres Erbguts ein,
indem sie Gene ein- oder ausschalten. Lange Zeit war fraglich, ob diese epigenetischen Informationen, die sich über das ganze Leben hinweg in unseren Zellen ansammeln, die Grenze der Generationen überschreiten und an Kinder oder sogar Enkel weitervererbt werden können. Forscher des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg konnten nun zeigen, dass nicht nur die vererbte DNA selbst, sondern auch vererbte epigenetische Instruktionen zur Regulierung der Genexpression der Nachkommen beitragen.
Darüber hinaus beschreiben die neuen Erkenntnisse des Labors von Nicola Iovino zum ersten Mal
die biologischen Folgen dieser vererbten epigenetischen Informationen. Die Studie an Fliegen
verdeutlicht, dass das epigenetische Gedächtnis der Mutter für die Entwicklung und das Überleben
der neuen Generation wesentlich ist.
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